
Karl-Heinz Trautmann
Schirmherr
Energieversorgung Offenbach AG
- Vorstandsvorsitzender - |
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Dudenhofen gehört nun schon seit einer Generation zur
Stadt Rodgau – und doch hat sich die kleine Ortschaft ihre Identität
bewahrt. Der Zusammenhalt unter den 8000 Dudenhöfern ist groß, das
Vereinsleben rege und vielfältig. Hier lässt es sich leben und feiern: Ob
die traditionelle Holzversteigerung oder das Spargelfest – die Dudenhöfer
Feste sind in der ganzen Region bekannt. Jetzt gedenkt der Ort der ersten
urkundlichen Erwähnung vor 725 Jahren mit einem Festprogramm, das sich sehen
lassen kann.
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Zu diesem Jubiläum gratuliere ich als Schirmherr und im
Namen der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) ganz herzlich. Die EVO ist
seit langem Partner der Dudenhöfer und hat bereits die ehedem selbständige
Gemeinde mit Strom versorgt. Heute beliefern wird ganz Rodgau mit Ausnahme
von Nieder-Roden mit elektrischer Energie und sind zudem für 2700
Straßenleuchten zuständig.
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Dudenhofen hat im Rodgau schon immer eine besondere Rolle
gespielt. Umgeben von katholischen Nachbargemeinden war das Dorf seit der
Reformation protestantisch geprägt. Seit alten Zeiten dominierte die
Landwirtschaft, noch Anfang des 19. Jahrhunderts war Dudenhofen ein
Bauerndorf mit rund 1200 Einwohnern. Nahezu jeder Einwohner hielt sich Vieh;
Frauen brachten die Familien mit Heimarbeit an Webstuhl und Spinnrad über
die Runden.
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Längst hat die Landwirtschaft kaum noch Bedeutung, ist
auch der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
vollzogen. Obwohl der Zusammenschluss zu Rodgau im Jahr 1977 auch in
Dudenhofen allgemeines Unbehagen auslöste, will heute doch niemand mehr das
Rad zurückdrehen. Die mittlerweile größte Kommune des Kreises Offenbach hat
sich zum beliebten Standort für High-Tech-Unternehmen entwickelt und muss
einen Vergleich mit Nachbarn wie Dreieich oder Langen nicht scheuen.
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Für die Kommune spricht neben der zentralen Lage im
Rhein-Main-Gebiet der niedrige Gewerbesteuersatz und nicht zuletzt auch die
gute Lebensqualität. Über Jahrzehnte hinweg angekündigt, wird nun endlich
selbst die S-Bahn-Verbindung Realität. Berufspendler können sich bald auf
deutlich mehr Verbindungen freuen.
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Das moderne Leben hat dem Bürgersinn in Dudenhofen nicht
geschadet: Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit ist noch immer stark,
Traditionen geraten in Dudenhofen nicht so leicht in Vergessenheit. Ein
Förderkreis etwa hat im vergangenen Jahr den „Backes“ – das Backhaus – nach
altem Vorbild rekonstruiert und damit ein Stück Dorfgeschichte wieder zum
Leben erweckt. Die Initiative mit ihren vielen Helfern zeigt, dass das
Interesse der Menschen am Ursprünglichen nicht geschwunden ist.
Die 725 Jahre von Dudenhofen dürfen mit Stolz gefeiert
werden. Dem Jubiläumfest wünsche ich einen guten Verlauf, viel Erfolg und
viele begeisterte Besucher. |